Der Erreger der Borreliose heißt Borrelia burgdorferie und ist ein Bakterium.
In Mitteleuropa wird er durch den „Gemeinen Holzbock“ (Zecke) übertragen. Die Borrelien leben im Darm der Zecke.
Beißt eine infizierte Zecke einen Hund, werden die Borrelien aktiviert und dringen nach etwa 24 Stunden in den Hund ein.

-> Eine Entfernung innerhalb dieser Zeit verhindert eine Infektion!

Welche Symptome sind bei BORRELIOSE zu erwarten:

Es gibt keine typischen Symptome, was eine Diagnose erheblich erschwert. Einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, Lethargie, Futterverweigerung, Lahmheiten und Lymphknotenschwellungen sind häufig. Auch verschiedenste Herzprobleme, Neurologische Symptome (z.B. Gesichtsnervlähmung), Nierenerkrankungen und tiefe Entzündungen der Augen sind möglich. An eine BORRELIOSE sollte immer gedacht werden, wenn bei einem Hund seit längerem wechselnde oder unklare Lahmheiten oder Arthritiden bestehen.

Welche Nachweismethoden gibt es?

1.) Kann die Zecke noch lebend entfernt werden, kann sie in ein spezielles Labor versandt und auf Borrelien untersucht werden.

2.) Nach Zeckenbiss kann der betroffene Hund mittels verschiedener Techniken untersucht werden:

Blutuntersuchung:

Borreliose-Antikörpertiter:  Frühestens 2 Wochen nach der Infektion möglich, da dann der Körper begonnen hat, Antikörper zu bilden. Zu einem früheren Zeitpunkt ist lediglich ein direkter Erregernachweis möglich.

Borreliose-Immunoblot:

Dieser Test dient in erster Linie dazu, zu unterscheiden, ob ein positiver Antikörpertiter von einer Infektion oder Impfreaktion stammt, wobei dies auch mit diesem Test nicht ganz sicher möglich ist.

Haut / Gelenkflüssigkeit:

BORRELIEN-PCR:

Dieser Direktnachweis der Borrelien ist schnell und immer dann möglich, wenn man Untersuchungsmaterial hat, in dem der Erreger selbst zu erwarten ist. Das ist der Fall bei z.B: Gelenkflüssigkeit im Rahmen von Arthritiden oder bei infizierten Hautarealen.

Behandlungsmöglichkeiten:

Mittel der Wahl bei der Therapie der Borreliose sind Antibiotika, nämlich Tetrazykline (10-22mg/kg KGW), Amoxicillin (11-22mg/kg KGW) oder Doxycyclin (5mg/kg KGW) 2xtäglich über 14 Tage.

Damit ist eine Heilung möglich.

Vorbeugung:

Die beste Vorbeugung ist bereits die Vermeidung eines Zeckenbisses!

Ihr Tierarzt kann Ihnen verschiedene Präparate nennen und das, für Ihren Hund am besten geeignete nennen.

Bitte untersuchen Sie Ihren Hund in der „Saison“ täglich und regelmäßig auf Zecken (v.a. Kopf, Ohren,  Achselbereich) oder evtl. auch nach dem Spaziergang direkt mit einer „Fusselrolle“ Ihren Hund abrollen, um so Zecken, die noch nach einer Bissstelle suchen, zu entfernen (bleiben an der Fusselrolle kleben)

Kommt es zu einem Zeckenbiss, sollte die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. Ist sie bereits mit Blut vollgesogen, die Haut in der Umgebung stark gerötet, sollte man die Zecke einschicken und auf Borrelien untersuchen lassen.

Eine vorbeugende Impfung ist seit einigen Jahren ebenfalls möglich! Ihr Tierarzt wird gerne mit Ihnen sprechen, ob sie für Ihren Hund anzuraten ist.